fit4AAL

Fit mit Ilse

In Österreich werden bis 2034 ca. 750.000 Personen in Pension gehen. Das sind mehr Personen als in den vergangenen 60 Jahren. Zurückzuführen ist das auf die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1956 und 1969, die sogenannten „Baby-Boomer“. In den nächsten Jahren wird somit unser Pensionssystem und in den Folgejahren mitunter auch unser Gesundheits- bzw. Langzeitpflegesystem vor Herausforderungen gestellt.

Um die Voraussetzungen für ein möglichst langes, gesundes und autonomes Leben dieser nachkommenden Generation an PensionsbezieherInnen zu schaffen, könnten AAL- Lösungen eine wichtige Rolle spielen. Im Gegensatz zur bisherigen AAL-Zielgruppe ist diese nachkommende Generation mit neuen Technologien vertrauter, wodurch die Integration von AAL-Lösungen in den Alltag erleichtert werden kann. Durch diese zunehmende Technikvertrautheit ist jedoch davon auszugehen, dass die Zielgruppe auch anspruchsvoller in Bezug auf neue Technologien ist. Alltagstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit werden vorausgesetzt, somit steht vor allem der Nutzen eines Systems im Vordergrund.

fit4AAL setzt daher auf eine erweiterbare (mitwachsende) und leistbare Plug & Play Lösung, durch die nachkommende, technikvertrautere Generationen zum einen körperlich „fit(ter)“ und zum anderen „fit für die Nutzung“ von unterstützenden Technologien werden können. Erreicht wird dies durch Kombination von Smart Home Komponenten sowie Smart Services und entsprechenden gesundheitsfördernden Präventionsmaßnahmen, welche auf Bewegung fokussieren und durch Maßnahmen in den Bereichen Ernährung und Entspannung ergänzt werden. Zur Förderung der Systemnutzung werden zudem unterschiedliche Motivationsmaßnahmen konzipiert und umgesetzt. fit4AAL setzt auf das bewährte App-Konzept und nicht auf eine eigene AAL-Oberfläche, die nur eine eingeschränkte Nutzung des Endgeräts erlaubt. Darüber hinaus bietet fit4AAL die Möglichkeit, an das Smart City Konzept mit den Themen Energie und Mobilität anzudocken.

Für aussagekräftige Evaluierungsergebnisse wird die fit4AAL-Lösung in einem breiten Feldtest in Wien, Stadt und Land Salzburg für 14 Monate erprobt. Vorgesehen ist ein Randomised Controlled Trial mit je 100 Haushalten in Test- und Kontrollgruppe. Die begleitende Evaluierung (Usability, Akzeptanz, Funktionsfähigkeit und Wirkungen) soll Aufschlüsse über Marktbarrieren und Markttauglichkeit der fit4AAL-Lösung, die Effekte der Technologie für die NutzerInnen sowie Erkenntnisse für eine erfolgreiche Marktüberführung liefern. Ein österreichisches Netzwerk mit wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Partnern (sozialwissenschaftlich, sportwissenschaftlich, technisch, psychologisch, gerontologisch) sowie IKT- Dienstleistern/Systemintegratoren stellt eine erfolgreiche Abwicklung des Projektes sicher. In der Rekrutierung wird das Projekt durch die Pensionsversicherungsanstalt unterstützt (LOI liegt dem Antrag bei). Weitere assoziierte Partner des Projekts, die ihr Interesse mittels eines LOI ebenfalls bereits bekundet haben, sind die Seniorenbünde Salzburg und Wien, die Stadt Salzburg, die Stadt Saalfelden, Salzburger Verkehrsverbund und die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG).

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